Medikamentös induzierte Dyskinesien
Definition
Neuroleptika sind bei weitem die häufigsten Medikamente, welche Dyskinesien
verursachen. Im Zusammenhang mit Dyskinesien ist der Begriff "Neuroleptikum"
jedoch unspezifisch geworden; zum einem gibt es sogenannte atypische Neuroleptika wie
Clozapin, das mit persistierenden Dyskinesien nicht in Zusammenhang gebracht worden ist,
und zum anderen findet man eine Reihe von Arzneimitteln, die unter Substanzklassen
Antiemetika-Antivertigonosa, Magen-Darm-Mittel (z.B. Metoclopramid), Migränemittel,
"durchblutungsfördernde Mittel" (Calciumantagonisten vom
Flunarizin-Cinnarizin-Typ) geführt werden, aber auch "Neuroleptika-artige"
unerwünschte extrapyramidale Wirkungen verursachen können. Man unterscheidet durch
Dopaminrezeptor-blockierende Pharmaka ausgelöste Akutdyskinesien und tardive
Dyskinesie-Syndrome sowie dopaminagonistisch induzierte Dyskinesien. Letztere, die
L-Dopa-Dyskinesien, werden bei der Parkinson-Therapie
besprochen.
Einteilung
Akutdyskinesie Tardive Dyskinesie Akathisie
|