Myasthenia gravis
Klinik
Schwäche der Skelettmuskulatur und rasche Ermüdbarkeit unter Belastung sind die
charakteristischen Kennzeichen der Myasthenia gravis (MG). Nicht selten beginnt die
Erkrankung mit passageren okulären Symptomen, gefolgt von generalisierten Symptomen. Der
Verlauf ist sehr variabel mit Remissionen und Rezidiven. Es gibt mehrere klinische
Klassifikationen für die unterschiedlichen Verlaufsformen. Am weitesten verbreitet ist
die Einteilung nach Ossermann, die im Verlauf der Jahre wiederholt modifiziert wurde:
- Gruppe I
- Gruppe II A
- mild generalisierte MG mit okulären Symptomen
- Gruppe II B
- deutlich generalisierte MG mit mild ausgeprägter bulbärer Schwäche.
- Gruppe III
- akute schwerste generalisierte MG mit Bulbärparalyse und Ateminsuffizienz
- Gruppe IV
- chronische schwere generalisierte MG, die sich zumeist aus Typ II und III entwickelt.
Eine für den Therapieverlauf besser geeignete Klassifizierung ergibt sich aus einem
quantitativen MG-Score, bei welchem Muskeln unterschiedlicher Körperregionen in ihrer
Ermüdbarkeit gemessen werden.
Pathogenese
Ursache der neuromuskulären Übertragungsstörungen der MG sind zirkulierende
Antikörper gegen die postsynaptischen Acetylcholinrezeptoren (AchR-AK). Diese können im
Blut von Patienten mittels RIA gemessen werden.
Weiterführend
Diagnostik Therapie Anästhesie Schwangerschaft Medica-Interaktionen
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