Neurinome
Neurinome (Schwannome) gehen von den Schwann-Zellen der Nervenscheiden der Hirnnerven
aus. Die Tumoren sind in der Regel benigne (Grad I nach WHO), wachsen langsam und
verdrängend und weisen häufiger regressive Veränderungen auf. Z.T. wird über seltene
Anaplasie (Grad III nach WHO) berichtet. Die Neurinome liegen am häufigsten am
N.vestibularis ("Akustikusneurinome"), seltener auch an den Nn. Trigeminus,
Glossopharyngeus, vagus, hypoglossus, facialis und accessorius.
Klinik
Bei dem bei weitem häufigsten sogenannte Akustikusneurinom kommt es typischer weise zu
Hörstörungen, schließlich zu Zeichen des Vestibularis-Ausfalls, zu Ausfällen den
N.facialis und N.trigeminus; im weiteren Verlauf kann es auch zu zerebellären Symptomen,
Ausfällen kaudaler Hirnnerven, Pyramidenbahnläsionen und intrakranieller Drucksteigerung
durch Liquorabflußstörungen kommen.
Therapie
Die Therapie ist chirurgisch, nach operativer Totalentfernung treten keine Rezidive
auf. Die moderne Mikrochirurgie macht auch eine Schonung z.B. des N. Facialis oder der
Pars cochlearis des N.vestibulocochlearis möglich.
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