Oligodendrogliome
Oligodendrogliome sind meist in den Großhirnhemisphären frontal und temporal
lokalisiert und wachsen, abgesehen von den anaplastischen Formen, relativ langsam. Das
mittlere Erkrankungsalter liegt im 5. Lebensjahrzehnt. Diese Tumoren weisen relativ
häufig regressive Veränderungen wie Verfettung, zystischen Zerfall und Blutungen sowie
Verkalkungen auf, selten kommt es zur Absiedlung von Metastasen im Subarachnoidalraum.
Klinik
Oligodendrogliom-Patienten leiden sehr häufig an epileptischen Anfällen; noch
häufiger als bei anderen intrakraniellen Tumoren sind diese Erstsymptom.
Therapie
In der Regel zunächst operativ; bezüglich der Operabilität gilt jedoch, dass
aufgrund der Infiltration tiefliegender oder funktionell wichtiger Strukturen eine totale
Entfernung häufig nicht möglich ist. Beim anaplastischen Oligodendrogliom gelten
Therapierichtlinien ähnlich denen beim Glioblastom (Operation, Bestrahlung des
Tumorbereiches und systemische Chemotherapie). |