Sarkoidose
Wegweiser: Klinik, Therapie (Aprednison, andere Immunsuppressiva)
Ätiologie, Klinik
Die Sarkoidose befällt hauptsächlich die Lunge, daneben aber auch eine Reihe von
anderen Organen. Eine Beteiligung des Nervensystems findet sich in 1-5% der Patienten.
Für die Diagnose ist neben der klinischen Symptomatik und den typischen
Hilusveränderungen der histologische Nachweis von Granulomen erforderlich. Fakultativ
finden sich erhöhte Werte für das Angiotensin-converting enzyme (ACE).
Neurologische Manifestationen stellen eine absolute Indikation für die Therapie mit
Kortikosteroiden dar. Die Gesamtprognose ist relativ gut; nur ca. 10% der Patienten
sterben an den Folgen der Grundkrankheit. Bei den neurologischen Manifestationen
überwiegt der Befall des ZNS (Hirnnerven, Meningen, Hypothalamus, Hypophyse, Myelon;
selten fokale Symptome oder Hirndruck, hervorgerufen durch raumfordernde Granulome). Das
periphere Nervensystem scheint seltener befallen zu sein (Mononeuritis, Polyneuropathie).
Akute Verläufe heilen unter Steroidtherapie meist folgenlos aus. Die therapeutische
Wirksamkeit anderer Substanzen ist bis jetzt noch nicht eindeutig nachgewiesen.
- Orale Gabe von Prednison (oder Prednisolon)
- Dosierung: 40mg/d
- in Ausnahmefällen 1mg/kgKG zu Beginn der Therapie
- Nach Eintritt der klinischen Besserung langsame Reduktion innerhalb von 2-3 Monaten
- Der Therapieerfolg sollte regelmäßig klinisch überprüft und die Steroiddosis
angepaßt werden. Bei rezidivierenden Verläufen ist eine langfristige Behandlung mit
einer Erhaltungsdosis von mindestens 10mg/d Prednisolon erforderlich.
- Falls unter Steroidtherapie keine Besserung eintritt
- Behandlung mit anderen Immunsuppressiva (Ciclosporin,
Azathioprin, Cyclophosphamid)
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