Primäre Vorsorge

Antithrombotische Behandlung

  • In mehreren großen klinischen Studien konnte ganz klar gezeigt werden, dass eine Aspirin-Behandlung das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen vermindert.
     
  • In der "British Male Doctor Study" erhielten 5139 Ärzte entweder 500mg Aspirin täglich oder kein Aspirin. Zwischen diesen beiden Gruppen gab es keinen Unterschied hinsichtlich der Häufigkeit von Herzinfarkten, jedoch gab es mehr schwerwiegende Schlaganfälle in der Aspirin-Gruppe (Peto et al. 1988). Bei genauer Betrachtung der Anahll ischämischer und hämorrhagischer Schlaganfälle ist das Ergebnis wahrscheinlich auf eine größere Anzahl hämorrhagischer Schlaganfälle zurückzuführen.
     
  • In der randomisierten doppelblinden und plazebokontrollierten "Physicans Health Study", an der 22071 Mediziner teilnahmen, reduzierte sich das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden um 44% nach kontinuierlicher Aspirin-Behandlung (325mg), während ein leicht erhöhter, nicht signifikanter Effekt auf die Schlaganfallinzidenz nachweisbar war (Steering Commitee of the Physicians‘ Health Study Group 1989). Dieses Risiko bestand vor allem für die Untergruppe hämorrhagischer Schlaganfälle und war hier grenzwertig signifikant.
     
  • Kein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall unter Aspirin-Behandlung zu erleiden fand sich in der "Nurses‘ Health Study" (Manson et al. 1991). Auch hier war das relative Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden verringert (0,68).

 

"Antithrombotisch" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info