Management
zuhause
- Der Schlaganfall ist wie der Herzinfarkt oder die Lungenembolie als medizinischer
Notfall zu behandeln.
- Für eine adäquate Erstversorgung des Schlaganfalles ist daher die
medizinische Notversorgung eingeschalten (in Deutschland Notruf 112,
Österreich 144) und der Transport in ein Krankenhaus vorzunehmen, indem
eine qualifizierte akute Schlaganfallbehandlung gewährleistet ist.
- Aufgrund der "Harmlosigkeit" der Symptome, wie der schmerzlosen Lähmung, wird
der Schlaganfall oft nicht als Notfall erkannt und viele Patienten und
Angehörige zögern, den Notruf abzusetzen.
- Weitere Gründe für die Verzögerung der Krankenhauseinweisung und der
adäquaten Erstversorgung sind Fehldiagnosen der Sanitäter sowie die
Primärbehandlung durch den Hausarzt.
- Daher ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Erstsymptome des
Schlaganfalles und die daraus resultierende Notfallbehandlung als wichtigstes
Ausbildungsziel anzusehen.
- Das in der Erstversorgung tätige medizinische Fachpersonal wie Neurologen,
Internisten, Hausärzte, Notärzte, Sanitäter sowie Schwestern und Pfleger sollten
in der Wahrnehmung der Erstsymptome des Schlaganfalls geübt und in der Lage
sein, Frühkomplikationen qualifiziert zu versorgen.
- Insbesondere die Sanitäter sollten in der Lage sein, eine Beurteilung des
neurologischen Status des Patienten vorzunehmen, d.h. das Vorliegen einer
Bewusstseinsstörung, eine Lähmung, eines Krampfanfalles, einer Aphasie oder
anderer kognitiver Beeinträchtigungen zu beurteilen.
- Wichtig ist, dass sich diese Gruppen dessen bewusst sind, dass sie wichtige
und kompetente Partner in der akuten Schlaganfallbehandlung sind.
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