Enzephalotrigeminale Angiomatose (Sturge-Weber-Syndrom)
Klinik
Hierbei handelt es sich um eine meist sporadisch, selten familiäre, neurokutane
Dysplasie mit Fehlbildung der Meningen, der kleinen Gefäße des Gehirns, der Chorioidea
des Auges und der Haut. Im klassischen Falle findet sich ein Naevus flammeus, häufig auf
das Gebiet eines oder mehrerer Trigeminus-Äste beschränkt, ein ipsilaterales,
kapilläres Hämangiom der weichen Hirnhäute, eine Entwicklungsstörung der ipsilateralen
Großhirnhemisphäre, radiologisch faßbare Verkalkungen im Bereich einer Hemisphäre,
neurologische Herdzeichen, zerebrale Anfälle, mentales Defizit sowie Buphthalmus und/oder
Glaukom. Von den intrakraniellen Veränderungen ausgehende Blutungen sollen selten sein.
Therapie
Aufgrund der bei etwa 80% der Patienten auftretenden zerebralen Krampfanfälle (meist
fokal, selten generalisiert) kommt der entsprechenden antikonvulsiven Therapie meist schon
im Kleinkindesalter große Bedeutung zu. Zusätzlich hat die Kontrolle (Glaukom) und
Behandlung begleitender ophthalmologischer Probleme zu erfolgen.
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